Becker MdL: Kreisverkehre nicht nach „Gutsherrenart“

Der Vorschlag der Jamaika-Koalition, an den Kreuzungen Hertener Straße / Hohenzollernstraße und Castroper Straße / Hillen / Mittlere Mühle einen Kreisverkehr zu errichten, „irritiert“ den Vorsitzenden des Ausschusses für Verkehr, Feuerwehr und Tiefbau Andreas Becker MdL. „Wir haben im Ausschuss einvernehmlich andere Prioritäten gesetzt. Und der Vorschlag zur Castroper Straße wurde bereits vor längerer Zeit als ‚nicht machbar‘ eingestuft“, so Becker gegenüber unserer Redaktion.

Er erinnert an die Ausschusssitzung im September 2018. Da habe die Verwaltung das Ergebnis einer Überprüfung des Ersatzes von Ampelkreuzungen durch Kreisverkehrsplätze vorgestellt. Untersucht worden seien (sogar auf Antrag von CDU, FDP und Grünen) alle Kreuzungen „mit aufgekündigter Ersatzteilversorgung in der Straßenbaulast und damit in der Unterhaltungslast der Stadt Recklinghausen“. Becker: „Am Ende waren es 16 Ampelkreuzungen, die unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten und der verkehrlichen Situation für einen Ersatz durch Kreisverkehre infrage kommen. Keiner der jetzt von Jamaika vorgeschlagenen Kreuzungen war dabei.“

Darüber hinaus erinnert sich der SPD-Vorsitzende und Landtagsabgeordnete an Diskussionen im Zusammenhang mit dem Umbau bzw. der Lärmsanierung der Castroper Straße. Becker: „Hier haben wir bereits fraktionsübergreifend um Prüfung gebeten, ob der Kreuzungsbereich Hillen zu einem Kreisverkehrsplatz umgebaut werden könne. Die Antwort war, dass dies aufgrund der vorgegebenen Tankstellenzufahrt und des baurechtlich erforderlichen Lärmschutzes zum Parkplatz des Lidl-Marktes nicht möglich sei.“

Aus diesem Grunde werde die SPD-Fraktion sehr gespannt auf die Verwaltungsvorlage warten, die den Jamaika-Vorschlag abarbeite. „Wir sind immer dafür Kreisverkehre zu bauen und Ampeln zu ersetzen, wenn dadurch Verkehrsflüsse verbessert und die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer erhöht wird. Allerdings sollte dies planvoll durchdacht mit System und nicht nach Gutsherren-Art erfolgen“, so der SPD-Chef abschließend.