Bis zu 22% der Lehrerstellen in Recklinghausen unbesetzt!

Andreas Becker MdL veröffentlicht schulscharfe Daten zur Personalsituation an Recklinghäuser Schulen

Landesweit fehlen nach Angaben der landesregierung In den kommenden zehn Jahren rund 15.000 grundständig ausgebildete Lehrkräfte. Diese mangelnde Lehrerversorgung ist auch in Recklinghausen ein Problem. Das ist das Ergebnis einer sogenannten „Kleinen Anfrage“ des heimischen Landtagsabgeordneten Andreas Becker an die Landesregierung. Besonders bei Grundschulen fällt auf, dass vielerorts eine Personalausstattungsquote von 100% nicht erreicht werden kann (Stand 27.09.2018). So liegt die Grundschule Im Reitwinkel etwa bei nur 85,9% und die Marienschule mit 77,7% sogar deutlich unter 100%. Gymnasien hingegen weisen in Recklinghausen im Durchschnitt 105% auf.

 

Diese Zahlen spiegeln wieder, dass das Lehramt an Gymnasien durch die momentane Besoldungssituation deutlich attraktiver ist als andere Lehrberufe. Belegt wird das auch dadurch: Ganze fünf Neueinstellungen in den Schuldienst gab es an den 14 Grundschulen im Schuljahr 2017/18. Das sind weniger als die Hälfte der 14 Neueinstellungen in den Schuldienst an den fünf Recklinghäuser Gymnasien. Um dies zu ändern fordert die SPD in einem Gesetzesentwurf gleiche Besoldung für alle beamteten Lehrer unabhängig von der Schulform. „Andere Bundesländer wie Berlin und Brandenburg haben es vorgemacht und jetzt ist es an der Zeit, dass auch NRW die Besoldung der Grundschullehrer anhebt, um dem Lehrermangel entgegen zu wirken und Unterrichtsausfälle zu vermeiden.“, so Becker.

 

Der Landtagsabgeordnete weist abschließend darauf hin, dass die Personalausstattungsquote allein allerdings nichts Konkretes über Unterrichtsausfall aussagt. Sie ist allerdings ein Indikator für die Belastungssituation an den jeweiligen Schulen. Ein großes Problem ist es, dass trotz einer Personalausstattungsquote von 100% oft kein fachgerechter Vertretungsunterricht garantiert werden kann.

 

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